Deutsche Vulkanologische Gesellschaft e.V., Mendig

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Eppelsberg 2008
 

Neues vom Eppelsberg

Vor einem Jahr wurde bei der Erweiterung des Lava-Abbaues am Eppelsberg in westlicher Richtung ein kleiner Lavastrom freigelegt. Es gab m.E. keine Untersuchung, ob dieser aus dem Nachbarvulkan Roterberg oder aus dem Eppelsberg stammt. Damals führte der Weg hinauf zur Aussichtsplattform um diese Abbaustelle herum.
Inzwischen wurde der Abbau in Richtung auf den Roterberg erweitert und der Weg mit den Infotafeln ist verschwunden. Schade um den schönen, aussichtsreichen Weg, aber durch die fortschreitende Ausbeutung des Steinbruches gewinnt man neue Einblicke in das Innere des Eppelsberges.
So kann man am Verlauf der Schichtungen deutlich den Kraterwall des Vulkanes erkennen. Was an der gegenüberliegenden Ostwand so langsam unsichtbar wird (auch durch Verfüllung!), ist hier an der Westseite gut zu erkennen: In vielen Stufen ist der Kraterwall in den Schlot abgerutscht und z.T. auch verkippt (Foto siehe oben).

Zwischen der Entstehung dieses Kraterwalles und einem späteren, erneuten Ausbruch haben sich im Krater mächtige Tuffschichten abgelagert. Ist es der Maarboden? In einer der Einbruchstufen ist eine imposante Magma-Ader aufgestiegen. Ob sie die Quelle für den kleinen Lavastrom ist?
 

Besonders interessant ist, dass sich unmittelbar über der Magma-Ader eine kleine Höhle auftut (Foto oben und links). Es wäre interessant zu erfahren, was die Ursache für die Entstehung der Höhle ist.
Es wird nicht lange dauern bis auch diese Sehenswürdigkeit dem weiteren Abbau zum Opfer fällt. Es ist bedauerlich, das in der Forschungsstelle in Mayen kein Geologe oder Vulkanologe tätig ist, der sich um diese Phänomene kümmert. Also auf zum Eppelsberg und selber schauen.

Eyke Michael

© 2008 Eyke Michael