Kohlensäure-Mofetten im Laacher See                                  

Foto-Impressionen von Rainer Hippchen

Der Laacher See in der Nähe von Koblenz ist eines der jüngsten Relikte des Eifelvulkanismus. Er entstand vor etwa nur 13000 Jahren durch eine starke Eruption.  Innerhalb weniger Tage wurden große Massen von vulkanischem Material ausgeschleudert; feine Aschen gelangten durch Luftströmungen bis in den Ostseeraum und das Westalpengebiet. Über dem rasch entleerten Herd brach die Erdkruste in einer 2 m3 km weiten Caldera ein, damit entstand der Laacher Kessel.  Das Seebecken wird von organischem Schlamm gegen den Untergrund abgedichtet. Der See ist das größte natürliche Gewässer im Rheinland.

Als Spätfolge der Eruption  steigt noch immer auf dem Randabbruch des Laacher Kessels Kohlendioxid-Gas auf.  Es tritt sowohl im Waldboden aber besonders deutlich sichtbar im See aus.  Bei ruhigem Wetter sind die Gasblasen gut zu sehen und zu hören. Besonders spektakulär sind die Unterwasseraufnahmen. 

Im Winter bleiben über den Gasblasen kreisrunde Löcher im Eis offen. Nur bei sehr kaltem Wetter schließt sich auch hier die Eisdecke und es entstehen gasgefüllte Blasen unter dem Eis.

Der Streifen, in dem Gas austritt, erstreckt sich beidseitig des Lorenzfelsen über einige hundert Meter. Die Intensität der Gasaustritte verändert sich von Zeit zu Zeit, wahrscheinlich setzen sich die Aufstiegsspalten stellenweise vorübergehend durch Schlamm zu.

Text nach: Meyer, W.:  Geologischer Führer zum Geo-Pfad "Vulkanpark Brohltal / Laacher See" ,2003, ISBN 3-920388-35-6

Bilder: ©Rainer Hippchen, 2003, Burgbrohl

 

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