Deutsche Vulkanologische Gesellschaft e.V., Mendig |
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Mineralien / Gesteine AG
Exkursion nach Friedrichssegen
Juli 2008
| Wo liegt Friedrichssegen?
Der kleine Ort im Lahntal nahe an der Lahnmündung in den Rhein bei Koblenz ist nicht jedem bekannt. Unter Mineraliensammlern ist das Tal von Friedrichssegen jedoch ein Begriff. Eine lange Bergbaugeschichte prägt das Tal und immer noch liegen Halden frei und erlauben mit etwas Glück noch gute Funde. Die Erzgänge des Emser Gangzug, zu dem auch die Gruben von Friedrichssegen gehören, Iiegen in den Schichten der Oberemsstufe des Unterdevons. Der Bergbau hat hier eine lange Tradition und ist schon für die Römerzeit zu vermuten. Die älteste Urkunde über den Bergbau in Friedrichssegen stammt aus dem Jahre 1220. Die Blütezeit lag wohl in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Tal war damals eine frühe Industrielandschaft mit Schächten, einer Eisenbahn, Pochwerken und über 100 Gebäuden. Abgebaut wurden Blei, Zink, Kupfer. Der eigentliche Bergbau endete 1912. Heute muß man die Überreste der Industrialisierung suchen, Gebäude wurden abgetragen, die Natur hat das Tal weitgehend zurückerobert.
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Halden im oberen Friedrichssegener Tal.
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Nach einer Vorbesprechung mit unserem
Friedrichssegen-Experten Dieter Buchert gings auf die Suche.
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| Mit Geduld und Glück lässt sich immer noch
was finden. Über 100 Minerale sind nachgewiesen.
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| Schweres Gerät hilft tiefer in hoffentlich
noch unberührte Schichten einzudringen.
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| Mittagspause mit Würstchen und Brot musste
auch mal sein
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| Wer weniger Glück bei der Suche hatte
konnte aus einer Dublettensammlung Stücke erwerben. Der Erlös ging an das
Bergbaumuseum.
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| Das kleine Friedrichssegener Bergbaumuseum
zeigt im Modell die frühere Industrielandschaft. Hier erzählt uns Hans
Günther Christ Einzelheiten über den Bergbau, den Niedergang und die
sozialen Folgen.
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| Teil des Models
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| Blick in das voll industriealisierte enge
Tal - ein Leckerbissen für Eisenbahnfreunde.
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| Abschiedsfoto vor dem Bergbaumuseum.
Der Dank gilt unserem Organisator Toni Wieland und Herrn Dieter Buchert, der uns führte und bei der Bestimmung vor Ort half. Herr Buchert versprach, uns in einem Termin im Herbst ausführlich über Friedrichssegen, seine Mineralien und seine hochinteressante Bergbaugeschichte zu informieren. i
Literatur: Emser Hefte Jg. 5, Nr. 2 April-Juni 1983; Der Aufschluss Jg. 55, März/April 2004, S. 55-104
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| © 2008 Friedrich Rick, Bilder: Friedrich Rick, Renate u. Peter Schwenker |