Deutsche Vulkanologische Gesellschaft e.V., Mendig

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DVG Exkursion 
ins Nördlinger Ries

23. - 25. April 2010

letzte Aktualisierung 09.05.2010
 

 

Die 24.Studienfahrt der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft  führte diesmal zu den Spuren einer kosmischen Katastrophe, die das Ries  zwischen Stuttgart und München zu einer geologisch einzigartigen Landschaft geformt hat. Prof.Dr. Wilhelm Meyer hatte als stellvertretender Vorsitzender der DVG die wissenschaftliche Leitung übernommen und führte die 43 Teilnehmer starke Gruppe zu verschiedenen Aufschlüssen und zu Bauwerken, an denen durch Meteoriteneinschlag deformierte und umgewandelte Gesteine gezeigt werden konnten.

Wie die Eifel bietet auch hier ein Nationaler Geopark eine einzigartige Möglichkeit, die Zusammenhänge zwischen Erdgeschichte, Natur und Besiedlungsgeschichte anschaulich zu erleben. Beim Geopark Ries kommt sogar noch eine kosmische Dimension hinzu: Er wurde vor 14,5 Millionen Jahren durch den Einschlag eines gewaltigen Meteoriten geschaffen. Der Steinmeteorit von einem Kilometer Durchmesser hinterließ einen gut sichtbaren Krater von ca. 25 Kilometern Durchmesser. Nach Prof. Dr. Meyer sind die Spuren des Infernos in der Landschaft zu lesen wie ein offenes Buch und das vor allem am fast kreisrunden Kraterrand mit einer Höhe von bis zu 50 Metern.

In Nördlingen stand der Besuch des Rieskrater-Museums, in einer ehemaligen Bauernscheune gekonnt und informativ eingerichtet, ebenso auf dem Dreitages-Programm wie auch die Besichtigung des "Meteorkrater-Museum" in der Gemeinde Steinheim am Albuch, das die Vulkanfreunde vor allem wegen seiner Bescheidenheit und trotzdem umfassenden Information bewunderten. "Man muss kein Astronaut sein und auch nicht zum Mond fliegen, um einen Meteoritenkrater kennen zulernen" betonte DVG-Geschäftsführer Wolfgang Kostka, der zusammen mit Heinz Lempertz und Wolfgang Riedel diese Bus-Fahrt vorbereitet hatte.

Alle waren begeistert und besonders hervorzuheben sind die freundschaftlichen Aktivitäten innerhalb einer „Familie“, die sich Wissensdurst und Wissenvermittlung bzgl. der unbelebten und auch belebten Natur auf ihre Fahne geschrieben hat.

Reiseleiter Prof. Wilhelm Meyer galt die ungeteilte Anerkennung für eine wiederum menschlich und fachlich voll gelungene Exkursion, die im Oktober eine Fortsetzung zu den Vulkanen in Sachsen erfahren wird.

 

 

 

 

Auf 12 PDF-Seiten bietet unser Vorstandsmitglied Walter Müller allen, die dabei waren eine kleine Reminiszenz an und möchte gleichzeitig denen, die sich die „Ries-Exkursion“ als Nichtbeteiligte anschauen, Appetit auf die kommenden Aktivitäten in der Deutschen Vulkanologischen Vulkan“familie“ machen.