Deutsche Vulkanologische Gesellschaft e.V., Mendig |
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Exkursion nach Italien
Albaner Berge, Rom, nördliche Calderen
13. - 18. April 2011
27.04.2011
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Von Mendig nach Italien - nach ruhigem Flug landeten wir am
Mittwoch in Fiumicino/Rom und gelangten mit dem Bus über die Via Appia
Antica nach Frascati, unserem Standquartier. Auf dem Weg dorthin erklärte uns unser Reiseleiter Prof. Wilhelm Meyer, dass die Via Appia streckenweise auf einem Lavastrom aus den Albaner Bergen verläuft. |
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Der Lavastrom (Alter ca. 510 000 Jahre, Länge ca. 10 km) ist am Mausoleum Cecilia Metella aufgeschlossen und wird nach den Reliefs an der Frontseite des Mausoleums auch Capo di Bove genannt. |
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Im Fundament des Mausoleums wurden Basaltsäulen freigelegt. |
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Unser Hotel, das "Domus Park Hotel" in Frascati sorgte für unser leibliches Wohl mit gutem italienischem Essen und Wein. |
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Pasta: Spaghetti Carbonara |
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Am nächsten Tag, Donnerstag, unserem ersten Exkursionstag, ging es in das Vulkangebiet der Albaner Berge, einem quartärzeitlichen Vulkanmassiv, das aus einem Stratovulkan mit mehreren Calderen gebildet wird. Hier erklärt uns Prof. Meyer die Geologie. |
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Am Rande der Caldera bildeten sich vor ca. 30 000 Jahren mehrere Maarvulkane, hier der Nemi-See, ein deutlich erkennbares Doppelmaar. |
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Prof. Meyer erklärt uns die Tufflagen am Nemi-See. |
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Nemi-See mit Mte. Cavo, dem höchsten Berg des Massivs. |
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Weiter gings zum bekannten Albaner See mit einer Tiefe von 170 m. Auf dem Kraterrand, liegt Castel Gandolfo, Urlaubsort nicht nur des Papstes. |
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Rocca di Papa, unser nächstes Ziel, bietet einen Überblick über den See aber auch Einblicke in italienisches Stadtleben. |
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Freitag war mehr Kultur angesagt. Auf der Fahrt nach Tivoli machten wir Station an der gewaltigen Villa Adriana. |
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Weiträumige Gärten, Wasserflächen ... |
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und monumentale Bauten! |
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In Tivoli, bekannt auch wegen des Travertin-Abbaus, besichtigten wir die Villa D`Este, innen ... |
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und vor allem außen. Reichtum an Geld und Wasser und die Gunst der Geologie erlaubten den Bau beeindruckender Wasserspiele. |
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Romantische Grotten und Wasserfälle in einem wilden Tal bietet die Villa Gregoriana. |
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Travertin-Bildung im Tal der Villa Gregoriana. |
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Auch die Stadt Tivoli ist sehenswert mit vielen malerischen Ecken - hier die so genannte Casa gotica aus dem Spätmittelalter. |
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Abends im Hotel wurde wieder unser gutes italienisches Essen serviert. |
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Der Samstag war für einen Ausflug nach Rom reserviert. Startpunkt war das kolossalste Stück, das Kolosseum. |
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Unsere Reiseführerin versuchte, uns einige Daten zum Kolosseum zu vermitteln. |
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Na ja - was soll man noch zu Rom sagen, hier ist alles millionenfach besichtigt und fotografiert - aber man muss es auch mal mit eigenen Augen gesehen haben. |
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Hier noch ein nicht näher bezeichnetes bekanntes Gebäude. |
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Jeder konnte Rom am Nachmittag auf eigene Faust entdecken und seine Schwerpunkte setzen. |
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Der Sonntag war wieder geologisch geprägt mit einer Fahrt in die quartärzeitlichen Vulkangebiete nördlich von Rom. Unser erstes Ziel war Bracciano mit See in einer Caldera in den Sabbatinischen Bergen. |
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In ausgedehnten Tuffdecken wurden bei Sutri nicht nur Höhlen und Kirchen sondern ein ganzes Amphitheater eingegraben. |
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Amphitheater von Sutri. |
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Mittagspause im Zentrum von Sutri. |
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Letzte Station bildete der Vico-See, ebenfalls ein als Maar zu bezeichnender See in der Vico-Caldera. Als Besonderheit sollte der Mte. Venere genannt werden, der sich nach der ersten vulkanischen Phase in einem späteren Ausbruch in der Caldera bildete. |
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Gruppenfoto in Bracciano |
| © 2011, Fotos:
Friedrich Rick, Walter Müller, Dr. Peter Bergthaller,
Text: Friedrich Rick |
Geologische Angaben nach Exkursionsunterlagen von Prof. Meyer. Literatur: Pichler, H.: Italienische Vulkangebiete I. - Sammlung Geolog. Führer, Verlag Bornträger, 1970. (vergriffen) |