Deutsche Vulkanologische Gesellschaft e.V., Mendig

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Maiwanderung um den Bausenberg

Niederzissen, Eifel

mit Walter Müller

am 1. Mai 2005

 

Hohes Interesse fand die Maiwanderung der DVG am 1. Mai mit insgesamt 40 Teilnehmern. Startpunkt war der Bahnhof der Brohltalbahn in Niederzissen, Eifel. Walter Müller, nicht nur im Brohltal bekannt, begrüßte die Wanderer zur Exkursion rund um den Hufeisenvulkan Bausenberg und einigen anderen interessanten Aufschlüssen.
Am Fuß des Bausenberges kann die Geschichte der Eruption vor ca. 130 000 Jahren gut verfolgt werden. Auf einer alten Bodenbildung mit Tuff lagert eine Aschenschicht mit hohem Anteil an Devongestein als Startpunkt der Eruption. Dann folgen mehrere Lagen aus Lapilli, Wurfschlacken, Lavabomben und Schweißschlacken aus der Hauptphase der Eruption. 
Weiter ging's zum Kraterrand. Von hier aus hatten die Wanderer einen weiten Blick über Niederzissen in die Caldera des Wehrer Kessels (Taleinschnitt im Hintergrund).
Vom Kraterrand folgte der Abstieg in den Kraterboden entlang an hohen Schlackenwänden.
Der Kraterboden ist durch eiszeitliche Lößablagerungen weitgehend verfüllt, ist aber noch als Vertiefung erkennbar.
Die Überraschung war gelungen: Noch bevor die Mittagspause nahte, passierte man das Haus der Familie Spurzem, die mit kalten Getränken für Erfrischung sorgte. 
Gegen Mittag war die Hütte des Eifelvereins am Marienköpfchen erreicht, wo eine kräftige Brotzeit wartete. Inge Müller hatte gut vorgesorgt: Kölsch und andere kühle Getränke, Fleischwurst, Frikadellen, Brötchen. Keiner blieb hungrig oder durstig.
Quarzgang am Marienköpfchen.
In der Pause lohnte ein Blick zurück auf den Bausenberg, dessen Charakter als Hufeisenvulkan nun besonders gut zu erkennen war.

 

Die Wanderung führte weiter zum Rodder Maar, einer seit einigen Jahren renaturierten, nun wieder mit Wasser gefüllten Depression. Für einen vulkanischen Ursprung wurden bisher keine Beweise gefunden. Nach Prof. Wilhelm Meyer könnte es sich um einen Meteoritenkrater handeln.
Im Hintergrund ist der Turm der Burg Olbrück erkennbar.
Nächstes Etappenziel war der "Königssee" im Steinberg, ein ausgebeuteter Steinbruch in einem tertiären Basaltstock bei Oberdürenbach. Der weiteste Punkt der Wanderung war erreicht.

 

Zurück ging es wieder in Richtung Oberzissen entlang des Brohltals. Von hier ist die Phonolitkuppe der Olbrück mit ihren steilen Flanken gut als Quellkuppe zu erkennen.
Die Wanderung fand ihren Ausklang auf der restaurierten Burg Olbrück, durch die Walter Müller -alle die noch frisch waren - führte.
Vom Turm der Olbrück ist das Rodder Maar gut zu sehen.
Ein gemeinsames Abendessen mit Krustenbraten in der Kastellanei direkt unter der Burgruine bei immer noch warmen Temperaturen gab Gelegenheit zum geselligen Gespräch und ließ einen schönen Tag ausklingen. 

© Friedrich Rick 2005
Das Buch:

Der Bausenberg, Vulkan und Heimat seltener Pflanzen und Tiere,
von Walter Müller und Heinz Schröder

ISBN 3-935690-23-1

 

Links zum Thema:

www.hufeisenkrater.de

Das Rodder Maar

Rodder Maar im Brohltal

Rodder Maar Panorama