Deutsche Vulkanologische Gesellschaft e.V., Mendig

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Exkursion der Mineralienfreunde am 19.06.04

Grube Silbersand bei Mayen

  

 

Blick in das Grubengelände der Grube Silbersand im Tal der Nette, ca 1 km nördlich von Schloß Bürresheim beim Mayen, Eifel.

Die Grube war schon in der Römerzeit und im Mittelalter in Betrieb.

Die neuzeitliche Konzession wurde 1847 verliehen. Gewonnen wurde Bleierze, Zinkblende, Kupfererze.

Der Erzbergbau wurde 1896 wegen nicht befriedigender Aufschlüsse eingestellt. Bis 1914  wurden Erzschlämme und Haldenmaterial aufbereitet.

 

Geologisch wird der Gang der Grube zum varistischen Siegeland-Ems-Typ gerechnet. 

 

Die 1914 aufgelassenen Halden werden wegen des Gehalts an Schwermetallen nur schwer wieder von Pflanzen besiedelt.

Auch der Regen konnte die Teilnehmer nicht davon abhalten, die Halden abzusuchen.

Wer Glück hatte, fand Bleiglanz, Zinkblende, Malachit, Azurit, Pyromorphit, Boulangerit, Cerusit.

Ein Rest des Gangzuges ragt noch als Fels aus der Halde.
Gruppenbild nach Aufstieg zur höchsten Stelle des Abbaues. Danach ging es zurück, die nächste Regenschauer drohte. 
Ein Blick in die Eifellandschaft - im Hintergrund der Hochstein, vorne der Hochsimmer- in kurzen sonnigen Augenblicken, entschädigte für den etwas verregneten Ausflug.
Angaben zur Grube nach Dissertation von Volker Reppke, 1993 Bilder, Text: F.Rick © 2004