Deutsche Vulkanologische Gesellschaft e.V., Mendig |
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Maiwanderung 2007 Rund um Weibern in der Osteifel mit Walter Müller |
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am 1. Mai 2007 |
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Die schon traditionelle Maiwanderung der DVG, wieder organisiert und geführt von Walter Müller, erschloss in diesem Jahr das Vulkangebiet rund um Weibern in der Osteifel. Bei der Anfahrt nach Weibern fällt von weitem die große Abbauwand des bekannten Weiberner Tuffs ins Auge, die auch das Thema der Wanderung vorführt. |
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Mit ca. 50 Teilnehmern bei idealem Wanderwetter ging's zur ersten Station im Ort Weibern, ... |
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... der ehemaligen Sandgrube Portz. Hier ist eine Abfolge von sehr unterschiedlichen Ablagerungen zu sehen. Ganz unten stehen "fluviatil umgelagert Sedimente älterer vulkanischer Eruptionen" an, darüber folgt eine weiße Bimslage und weiter oben eine dunklere Basalteinheit. Zuoberst, teils verdeckt durch das Gebüsch ist eine chaotische Schlammstrom-Ablagerung (Lahar) zu erkennen. |
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Die Weiberner Tuffvorkommen gehören zum großen Riedener Vulkankomplex, dessen Vulkane über ca. 50 000 Jahre, beginnend vor etwa 450 000 Jahren, tätig waren. |
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Weiter führte uns der Weg zum kleinen Museum
im restaurierten ehemaligen Bahnhof von Weibern. Unser Fachmann in
Sachen "Tuff", Willi Klapperich, erklärt uns die Exponate und
berichtet über den Tuffabbau, wie es nur ein alter Hauer kann.
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Was alles aus Tuff hergestellt werden kann, ist im "Weiberner Schaufenster" zu sehen. |
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Tuff wird auch heute noch abgebaut, aber
weniger zur Verwendung als Werkstein sondern als hydraulisch wirksames Zuschlagmittel
für Zement. Moderne Abbaugeräte schlagen große Wunden in die
Landschaft, bringen aber nur Wenigen Arbeit. Der phonolitische Tuff erreicht Mächtigkeiten von bis zu 160 m, in die Tuffe sind immer wieder dünne basaltische Aschelagen zwischen geschaltet.
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Die Teilnehmer der Exkursion hören den Erklärungen Willi Klapperichs zu. |
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Vom noch tätigen Abbau zum stillgelegten Abbau "In den Lärchen", dem Wahrzeichen Weiberns, ging es weiter zum Gelände des Steinhauervereins... |
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...mit der großen Steinsäge. Aber zunächst gab es hier einen Imbiss. |
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Nach der Stärkung zeigte uns Willi Klapperich, wie der Tuffstein früher bearbeitet wurde. |
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Hier spaltet er einen einen Tuffbrocken mit Keilen in einer Reihe von Keiltaschen. |
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Der Klang verrät dem Steinhauer, wann der Stein reif ist und in zwei Teile fällt. |
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Ebenfalls demonstriert wurde die hohe Wasserspeicherfähigkeit des Tuffs. Das Riedener Vulkangebiet ist daher ein großer Trinkwasserspeicher, aus dem sauberes Trinkwasser in die umgebenden Gemeinden, auch in die Stadt Mayen, gefördert wird. |
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Letzte Station war die stillgelegte Bimsgrube "Hatzenfeld" mit Bimsschichten, die aus einem der Vulkane des Riedener Komplexes stammen. |
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In den Schichten ist die Abbruchkante der Caldera zu sehen, die entstand, als nach der vulkanischen Förderung die oberen Erdschichten in die entleerte Magmakammer einbrachen. |
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Auf dem Rückweg besuchte man die
Weiberner Kirche aus dem 19. Jahrhundert, die aus behauenen Tuffsteinen
erbaut ist. Anschließen klang der schöne Tag bei einem kräftigen
Abendessen in der Eifelstube in Weibern aus. Der Dank aller Teilnehmer
galt Walter Müller und seiner Frau Inge sowie Willi Klapperich.
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| Literatur:
Vulkanpark Brohltal /Laacher See; |
© 2007 Fotos: W. Müller, F. Rick Text: F. Rick |